Kurzes Lebenszeichen – Ein Leben ohne Langeweile

Hi zusammen, da mein letzter Beitrag schon 5 Monate her ist, wollte ich nur mal kurz ein Lebenszeichen geben und was mich gerade so beschäftigt. Ich starte mal mit Luxusproblemen, bevor die ernsteren Themen kommen.

Fernstudium

Vor 2 Jahren habe ich die Branche gewechselt. Ich war über 9 Jahre im Anlagenbau und bin nun in der Software-Entwicklung. Als Projektleiterin muss ich nicht Informatik studiert haben, aber es schadet auch nicht. Die Zeit, die ich früher in meinen Blog investiert habe, fließt seitdem in mein Informatik-Fernstudium. Bisher konnte ich mir das Lernpensum recht frei einteilen, aber letztes Semester leider nicht. Ein Pflicht-Programmier-Praktikum nahm wesentlich mehr Zeit in Anspruch als geplant, sodass ich nach der Arbeit oft noch bis tief in die Nacht und jedes Wochenende etwas fürs Studium machen musste. Als 6er-Team hatten wir die Aufgabe, einen virtuellen Lernraum für Lerngruppen zu entwickeln. Wir haben uns dafür entschieden, diesen Raum als eine Art Spiel umzusetzen (siehe Bild). Man kann sich gleichzeitig mit anderen Nutzern in einem Raum bewegen & miteinander chatten und verschiedene Funktionen (z.B. Texteditor, Whiteboard) ausführen, wenn man die Möbel im Raum anklickt. Letztlich sind wir als Gruppe recht zufrieden mit unserem Ergebnis und vor allem froh, ein bisschen Entwickler-Luft geschnuppert zu haben, wo man Sätze sagt wie „Ist dein Branch schon auf Master? Mergst du selbst oder soll ich das nach dem Approven machen?

Das war also mal was anderes als Programmieren in Excel.

Wohnung

Auch die Renovierungsarbeiten von unserer gekauften Wohnung zogen sich in die Länge, sodass wir erst Mitte Januar Besichtigungen durchführen konnten. Anbei mal ein vorher-nachher Bild vom Schlafzimmer.

Die Wohnung ist nun endlich vermietet!

Da plane ich dieses Jahr nach wie vor noch einen detaillierteren Beitrag.

Weltuntergangsstimmung

Vor 2 Wochen endete endlich mein Semester, sodass ich nun langsam Themen aufarbeite, die im letzten halben Jahr liegen geblieben sind – lästige Themen (Steuererklärung, Auto kaufen) und schöne Themen (Hochzeit planen :)).

Viel Grund sich auf den Sommer zu freuen.. aber dann geht nebenbei mehr oder weniger die Welt unter.

Nachdem wir uns mit der Corona Situation die letzten 2 Jahre irgendwie arrangieren haben, muss man sich nun mit Krieg in Europa beschäftigen. Funfact: Eine Freundin von mir hat sich letztes Jahr Tarotkarten legen lassen, die tatsächlich ein so großes weltveränderndes Event Anfang des Jahres prophezeit haben. Aber die Karten sagten auch, dass die Welt nicht endet, weswegen ich auf einen guten Ausgang hoffe.

Letzte Woche ging für meine Familie die Welt wirklich kurz unter: Ein weiterer Krebsfall im engen Familienkreis, Chemo-Therapie wird direkt gestartet. Ich habe dementsprechend diese Woche Urlaub genommen und bin erst mal ab in die Heimat. Gemeinsam den Schock verdauen, die nächsten Schritte der Ärzte abwarten.

Auf meinem Blog bleibt es ruhig

Ich habe mich oft gefragt, wieso jemand seinen Blog von heute auf morgen verwaisen lässt, ohne das irgendwie anzukündigen. Aber da es mich nun quasi selbst betrifft, verstehe ich es. Viele angefangene Artikel und ständig kommt was dazwischen. Durch das volle Berufs- und Privatleben rast die Zeit, sodass die Monate leider sehr schnell vergehen. Man hat nicht mal genug Zeit, um Bescheid zu geben, dass man keine Zeit hat.

Ich bin froh, dass ich nach meinem Studium einige Jahre Zeit & Nerven hatte, meine Finanzen in die richtigen Bahnen zu lenken. Diese eigentlich recht kurze Zeit hat gereicht, dass ich mir in meiner aktuellen Lebensphase kaum finanzielle Sorgen machen muss. Ich schaue weder in mein Depot, noch mache ich mir Gedanken über „Welchen ETF in Krisenzeiten kaufen?“. Ich hoffe, dass mein Leben irgendwann wieder ruhiger wird und solche „Luxusprobleme“ wieder Platz in meinem Leben finden.

Ich hoffe, euch geht es gut!

10 Gedanken zu „Kurzes Lebenszeichen – Ein Leben ohne Langeweile

  1. Hi Jenny,

    bei dem ganzen beruflichen und privaten Stress ist die niedrige Betragsfrequenz natürlich sehr nachvollziehbar. In meinem Umfeld und bei mir selbst ist trotz nahezu 100% Boosterquote Corona die letzten Wochen ordentlich durchgezogen (aber glücklicherweise ohne Krankenhausaufenthalte – dagegen hats also wohl genutzt) – ich komme aber voraussichtlich die nächsten Tage auch aus der Quarantäne nach überstandener Infektion.

    Ich schaue zwar häufig ins Depot, mache aber wenig außerhalb der Sparpläne und ab und an manuellen Käufen (zuletzt habe ich wegen des kommenden Wegfalls des DKB-Visa-Tagesgeldkontos ein zweites Giro angelegt, um die neue Visa Debit vom Investitionskonto getrennt zu halten).

    Ich wünsche dir, dass es deiner Familie bald wieder besser geht und die Therapie funktioniert!

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    • Hey 🙂

      Gut, dass du und dein Umfeld die Infektionen so gut überstanden haben! In meinem Umfeld zum Glück auch. Ich verfolge da derzeit die Statistiken nicht, aber das wäre erfreulich, wenn die Auswirkungen von Corona nun immer mehr abnehmen. Ich bin bisher verschont geblieben, vermutlich weil ich so viel im Homeoffice arbeite.

      DKB.. steht auch auf meiner langen ToDo-Liste bzw. generell will ich eigentlich schon seit langem mein Postbank-Girokonto umziehen, weil dort die Kontoführungsgebühren immer mehr steigen.

      Wegen der Therapie hoffen wir auch das Beste. Krebs ist immer unnötig, aber man darf sich davon nicht unterkriegen lassen.

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      • generell will ich eigentlich schon seit
        langem mein Postbank-Girokonto umziehen,
        weil dort die Kontoführungsgebühren immer
        mehr steigen.

        Als erste Tat könntest Du ja mal das Postbank-Konto auf „Girokonto Extra Plus“ umstellen. Das hätte ich an Deiner Stelle längst getan. Ich traue Dir die 3000 Euro Geldeingang zu, die dort monatlich bargeldlos eintrudeln müssen, damit dieses Konto für den Kunden kostenfrei bleibt.

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      • @Achim
        Stimmt, danke für den Tipp! Da werde ich mich mal erkundigen, wie schnell/oft man den Tarif wechseln kann. Denn im Falle von Kurzarbeit und Co. bin ich da auch schnell wieder drunter und müsste dann 11€ Grundgebühr zahlen.

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  2. Hi Jenny,
    Schön, trotz der vielen Projekte von dir zu hören. Das Tool, das ihr da gebaut habt sieht ja schon echt cool aus. Kann man das einfach irgendwo nutzen?
    Es erinnert mich an Gather-Town. Kennst du das? Damit haben wir auch schon mehrere Partys gefeiert 😀 und auch schon auf unserem Blog darüber berichtet:
    https://investierpaar.home.blog/2021/04/01/party-feiern-in-zeiten-von-corona-ja-klar-kein-problem/
    Euer renoviertes Zimmer sieht auch echt super aus. Ihr habt offensichtlich die Nachtspeicherheizung rausgeworfen und gegen eine „normale“ Zentralheizung – vermutlich Gas?! – getauscht. Wie habt ihr das gemacht?
    Und noch eine tolle Nachricht: Ihr heiratet 😀 Gibt’s dazu noch nen extra Artikel? Wir haben das ja auch erst kürzlich gemacht und zwar frugal und unter Pandemiebedingungen. Wie habt ihr das vor? Schon Ideen? Vielleicht können wir dir auch ein paar Ideen liefern. Wir haben nämlich auch dazu bereits einen bzw. Sogar zwei Artikel verfasst:
    https://investierpaar.home.blog/2020/09/22/hochzeit-hochbetriebszeit-fur-die-geldborse/
    Wie sind sehr gespannt, wie es bei euch weitergeht und freuen uns immer wieder, wenn mal wieder ein neuer Artikel erscheint.
    Ganz liebe Grüße,
    Andi und Anja vom InvestierPaar

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    • Huhu ihr beiden,
      ja, gathertown kenne ich 🙂 Unsere Lösung funktioniert tatsächlich ähnlich. Allerdings hatten wir die Herausforderung, dass es in Moodle integriert werden musste und alles Open Source sein musste. Den Code darf ich entsprechend frei verteilen. Die Anwendung läuft aktuell nur auf einem Hochschulserver, der nicht frei zugänglich ist. Bin mal gespannt, was die Hochschule macht. Realistisch gesehen: Nichts. Weil man so ein Ding auch betreuen & warten müsste.

      Den Nachtspeicher haben wir durch eine elektrische Flächenheizung ersetzt, die Heizkörper sehen sehr ähnlich aus. Gas/Öl-Anschluss gibt es beim Haus nicht. Wir sind mal gespannt, wie hoch die Heizkosten bei unserem Mieter ausfallen werden. Wir hatten da von den Nachbarn im Haus sehr unterschiedliche Werte gehört. Bei manchen fiel die Stromrechnung nicht höher aus als wie bei Gas erwartet und andere wiederum hatten doppelt so hohe Heizkosten.

      Wegen der Hochzeit: Die ist aktuell sehr „klassisch“ geplant und nicht-frugal. Muss mir eure Artikel noch durchlesen, erinnere mich nicht mehr, was ich davon schon gelesen hatte. An sich hatte ich anfangs nach gebrauchten Kleidern Ausschau gehalten. Ich habe dann mal in einem Second-Hand laden einige anprobiert. Theoretisch hätte ich da schon „irgendeins“ gefunden, aber so wirklich umgehauen hat mich nichts. Da ich unübliche Proportionen habe, war mir das Bestellen von Kleidern bei ebay-Kleinanzeigen und Co. auch zu riskant. Letztlich ist es nun ein neues & teures Kleid geworden, was ich hoffentlich danach wieder verkaufen kann. Generell haben wir uns bei der Hochzeit nicht wirklich ein Preis-Limit gesetzt. Wir wollen möglichst wenig selbst machen und möglichst wenig Stress haben. Mir fällt es gerade schwer, viel Energie in die Hochzeitsplanung zu stecken. Die letzten Jahre hatten wir in der Familie viel Pech, dass ständig jemand im Krankenhaus war. Dadurch schwingt die ständige Angst mit, dass was Schlimmes passiert und die Feier eh nicht wie geplant stattfinden kann.

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      • Hi nochmal.
        Die Krankheitsfälle in deiner Familie sind wirklich schlimm und das tut uns sehr leid. Krebs ist ein echt unnötiger Scheiß und leider viel zu häufig. Hoffen wir, dass sich die Hoffnungen bewahrheiten und sich mit Hilfe der mRNA-Technologie tatsächlich schon in naher Zukunft Krebs gezielt bekämpfen lässt. Wir wünschen deiner Familie jedenfalls alles Gute.
        Was die Renovierung oder besser gesagt die Flächenheizung betrifft, wir haben in der Wohnung, die wir vermieten nämlich auch ein uraltes Exemplar verbaut. Da drinnen steht ein uralter Gasofen in einem Zimmer. Und mit dem wird derzeit durch offene Türen auch Flur, Bad und Küche beheizt 😮 Das ist nun wirklich auch keine zeitgemäße Lösung. Derzeit möchte der Mieter aber keine Änderungen und lieber seine Ruhe. Aber irgendwann (vermutlich wenn er umzieht) wollen wir dann auch modernisieren. Und in Zeiten, in denen fossile Brennstoffe in verschiedener Hinsicht fraglich werden, kommt eure Option auch immer mehr in Betracht. Ich hatte nur bislang an Infrarot-Heizungen gedacht. Bin auf eure Erfahrungen gespannt.
        Was den Stress bei der Hochzeitsvorbereitung betrifft, ja das kann ich nur zu gut fühlen. Davon wenig zu haben war uns wie beschrieben auch besonders wichtig. Man muss versuchen so viel wie möglich outzusourcen. Zum Beispiel Tischdeko können prima die Gäste mitbringen und wenn sie sich auch noch Pflanzen überlegen sollen, die zu euch passen, ist das um so schöner. Da kamen bei uns schöne Ideen und Geschichten zusammen.Man kann so eine Hochzeit durchaus relativ stressfrei schaffen. Bei uns hat das gut geklappt, was die Vorbereitungen angeht. Nur am Tag vor und an der Feier selbst, hat es nicht ganz so gut geklappt wie gehofft. 😀 Aber was wir heute anders machen würden, haben wir im Hochzeitsupdate (https://investierpaar.home.blog/2021/07/01/hochzeitsupdate/) auch beschrieben.
        Übrigens hat Anja ihr Kleid auch neu (also nicht gebraucht) gekauft. Allerdings war da auch viel Glück dabei. 😉 Ich bin mir sicher ihr findet euren Weg und ich freue mich darauf davon zu lesen.
        Ganz liebe Grüße,
        Andi

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    • Hi Ralph,
      wegen der englischen Wörter: Meine Theorie ist, dass es viel englische Literatur gibt, die zu uns rüberschwappt. Man übersetzt Namen wie Harry Potter nicht im Deutschen und das gleiche gilt mittlerweile für viele Fachbegriffe. Früher gab es viele Lateinische Wörter, jetzt sind es die englischen.
      Gerade Begriffe wie Stakeholder, Mindset usw. gehören auch zu meinem Alltag. Aber sowas gilt für viele Domänen. Fotografen oder Angler haben sicherlich auch ihre Fachbegriffe & Abkürzungen, die beim ersten Lesen nicht selbsterklärend sind.
      Dass sich die Sprachen vermischen, finde ich gar nicht mal.so schlimm. Vielleicht wachsen Sprachen langfristig wieder zusammen. In der Bahn höre ich manchmal jrmanden zB türkisch reden und dann fallen zwischendrin Wörter wie „Hauptbahnhof“, „Finanzamt“ usw. Das klingt dann auch lustig. 😀

      Liebe Grüße,
      Jenny

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      • Ich weiß nicht, ob es immer noch so ist. Aber vor 20 Jahren haben sich die Franzosen strikt geweigert, Englische Begriffe in ihre Sprache zu übernehmen. Computer heißt ordinateur, Software heißt logiciel, Browser heißt navigateur. Eigennamen wie Harry Potter werden nie übersetzt; für sie gelten auch nicht die neuen Rechtschreibregeln, weshalb z.B. Litfaßsäule immer noch mit ß geschrieben wird (es hat ja nicht mit einem Fass, sondern mit Herrn Litfaß zu tun).

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