Wohnung kaufen: Vermietung oder Eigennutzung? – Teil 2

Hier geht es zu Teil 1 & Teil 3.

Vor Kurzem stand eine 3-Zimmer-Wohnung eine Straße weiter zum Verkauf. Bei dem verlockenden Preis konnte ich nicht widerstehen, über einen Wohnungskauf zumindest mal nachzudenken. In meinem letzten Beitrag habe ich bereits von den Rahmenbedingungen berichtet, die ich mir für einen Immobilienkauf vorstelle. Im heutigen Beitrag geht es nun ins Detail:

Was würde mich der Kauf der Wohnung kosten?
Welche Steuervorteile bzw. -nachteile habe ich zu erwarten?

Was mich die Wohnung kosten würde, bis sie mir gehört

Es gibt verschiedene Szenarien, wie ich durch eine Eigentumswohnung mir einen finanziellen Vorteil verschaffen kann: Entweder kann ich durch eine Wertsteigerung die Immobilie irgendwann gewinnbringend verkaufen oder ich erhalte durch Mieteinnahmen ein regelmäßiges Einkommen. Fest steht: Ich müsste einen Kredit aufnehmen. Da ich eigentlich kein Fan von Schulden bin, will ich einen realistischen Finanzierungsplan. Weiterlesen

Wohnung kaufen: Vermietung oder Eigennutzung? – Teil 1

  Hier geht es zu Teil 2 & Teil 3.  

Ich bin ein bekennender Fan von Betongold. Aktuell wohne ich in der Stadt in einer schönen Mietwohnung. Aber kann ich mir das auch im Alter noch leisten? Kann ich mir das in 10 Jahren noch leisten? Was, wenn ich hier mal aus irgendeinem Grund ausziehen muss? In letzter Zeit halte ich Ausschau nach 2 bis 3-Zimmer-Wohnungen in zentraler Lage. Wobei ich mir noch nicht sicher bin, ob ich wirklich immobil werden möchte oder ob ich mir nicht eine Wohnung kaufe, um sie erstmal zu vermieten. Deswegen lasse ich für die Entscheidung wieder zahlen sprechen:

Lohnt sich für mich der Kauf einer Eigentumswohnung?

Ich betone dabei die Worte „für mich“, denn jeder hat andere Rahmenbedingungen. Weiterlesen

Blogparade: Freiheit oder Langeweile?

Peter Ranning, auch bekannt als „Der Privatier“, hat das Ziel der finanziellen Freiheit bereits erreicht. Nun hat er zur Blogparade „Freiheit oder Langeweile?“  aufgerufen: Er möchte wissen, wie genau man sich das Leben nach Erreichen der finanziellen Freiheit vorstellt bzw. wieso man dieses Ziel überhaupt anstrebt.

Wieso ich finanziell frei werden will

Das Ziel nach der finanziellen Freiheit verfolge ich noch nicht lange. Erst vor wenigen Monaten habe ich überhaupt festgestellt, dass ich mich (ungeplant) damit überhaupt beschäftigen muss. Da auf die gesetzliche Rente kein Verlass ist, muss ich privat vorsorgen.

Mein offizielles Ziel lautet deswegen „freiwillig in Rente mit 60“.

Da ich als Frau ggf. mal eine Familie gründen werde, werde ich in ein paar Jahren eine geringere Sparquote haben als jetzt. Obwohl ich mir mit 23 schon viele Gedanken über meine Finanzen mache, klingt mein Ziel deswegen wesentlich vorsichtiger als das vieler junger Männer, die mit 40 schon unabhängig sein wollen. Wenn wir hier jedoch bei „Wünsch dir was“ wären, würde ich gerne schon früher unabhängig von einem Arbeitgeber sein. Weiterlesen

Berechnung: Wann schlägt die Depotentwicklung meine Sparrate?

Als ich 2013 mein Studium beendete, fing ich fleißig an, jeden Monat Geld beiseite zu legen. Mein erstes Ziel: 10.000€ auf dem Konto für Notfälle parat zu haben. Ans Investieren dachte ich erst mal nicht. So viel Geld habe ich vorher nicht mal ansatzweise besessen und wollte es auch nicht unnötig aufs Spiel setzen. Der Zinseszins in jungen Jahren wird zwar überall angepriesen, aber ist er wirklich so ausschlaggebend bei der Vermögensbildung?

Deswegen rechne ich heute mal ein wenig und stelle mir die Frage:

Ab wann wird die Rendite wichtiger als meine Sparrate? Weiterlesen

Antizyklisches Sparen

Es gibt antizyklisches Investieren, antizyklisches Kaufen.. gibt es auch antizyklisches Sparen? Was bedeutet Sparen eigentlich? In meinem heutigen Beitrag geht es darum, welche Arten des Sparens es gibt, was ich persönlich darunter verstehe und wieso ich das Wort „antizyklisch“ so cool finde.

Definitionen des Sparens

Sparen bedeutet allgemein, dass man von seinem verfügbaren Einkommen etwas für spätere Konsumausgaben zurücklegt.

Wird das Sparen vom Staat verordnet (wird man z.B. während des Kriegs verpflichtet, Geld in Staatsanleihen zu investieren) spricht man vom Zwangssparen (als Gegensatz zum freiwilligen Sparen).

Spart man freiwillig auf ein bestimmtes Ziel hin (Haus, Auto, Urlaub, Altersvorsorge) spricht man vom Zwecksparen.

Wenn ich mir diese Definitionen so anschaue, fällt mir auf:

Das Wort „Sparen“ wird im Alltag oft falsch verwendet. Weiterlesen

Klein anfangen beim Investieren statt All-in

Ich habe heimlich, still und leise die Beiträge meiner ETF-Sparpläne in den letzten Monaten erhöht. Statt anfangs 150€ wandern nun jeden Monat 600€ in mein Depot, was ich mir vor 2 Jahren kaum hatte vorstellen können. Heute möchte ich euch folgende Fragen erläutern:

1. Wieso habe ich so lange gebraucht, um der Börse mehr Vertrauen zu schenken?
2. Welche Ziele verfolge ich?
3. Wie sieht meine Investitionsstrategie in Zukunft aus?

Nichts überstürzen
Man heiratet nicht gleich nach dem ersten Date. Fängt beim Joggen nicht gleich mit dem Marathon an und bestellt nicht 3 Kugeln von einer unbekannten Eissorte. Deswegen war für mich von Anfang an klar: Sollte ich jemals Geld an der Börse lassen, dann setze ich nicht gleich mein ganzes Erspartes ein, sondern steige behutsam ein. Manch einer hat da vielleicht ein Zockergen und würde ohne mit der Wimper zu zucken im Casino alles auf eine Farbe setzen, aber das ist einfach nichts für mich. Weiterlesen