Versuchungen zu widerstehen ist manchmal nicht so einfach..

Egal, wo man hinschaut: Es wimmelt von Werbung. In Briefkasten lauern lauter Prospekte, welche Möbel, Elektrik und Lebensmittel anpreisen. Im Fernsehen werden Versicherungen, Kredit-Vergleiche, Designer-Möbel und viele Online-Shops beworben. Die neusten Video-News? Es folgt ein kurzer 30-Sekunden-Spot… Im Supermarkt gibt es überall nur Sonderangebote und Süßigkeiten locken passend zur Weihnachtszeit.

An dieser Stelle würde ich nun gerne behaupten, dass das alles eiskalt an mir vorbeizieht. Tut es aber nicht.

Wieso mich Werbung und Angebote beeinflussen

Wie auch der Frugalist Oliver bin ich schwer zu beschenken. Eigentlich habe ich schon alles. Dennoch blättere ich gerne durch Prospekte und schaue auch mal bewusst in ein Schaufenster oder begutachte die Angebots-Kisten in Supermärkten, wo mich allerlei Schnickschnack anlacht: „Hallo Jenny, ich bin eine platzsparende Mini-Friteuse. Nimm mich mit. Die kuscheligen Bettbezüge neben mir kannst du auch ruhig in den Einkaufswagen legen.“ Weiterlesen

Wie sich mein Bild von der Börse geändert hat

Seit gut einem Jahr bespare ich monatlich meine beiden ETF-Sparpläne und habe für 1000€ Arbeitgeberaktien in meinem Depot liegen. Wenn ich erzähle, dass ich über Finanzen  blogge, werde ich normalerweise kritisch angeschaut: „In was investiert man da so?“, „Ist das nicht ziemlich riskant?“, „Welche Gewinne hast du damit bisher gemacht?“ und muss dann erst mal weit ausholen. In diesem Artikel möchte ich erklären, wieso die Börse für mich früher ein rotes Tuch war und wieso sich das geändert hat.

Was macht man an der Börse überhaupt?

Bevor ich mich damit näher auseinandergesetzt habe, habe ich mir die Börse in etwa so vorgestellt:

Irgendwelche Männer im Anzug sitzen an der Wallstreet vor riesigen Bildschirmen, sehen Zahlen vor sich herflimmern und werfen wütend Blätter durch die Luft, wenn irgendeine Aktie fällt und schreien „Sofort verkaufen!!“ ins Telefon. Gleichzeitig merken irgendwelche – ohnehin schon reiche Menschen – das sich ihre Millionen so eben verdoppelt haben, indem sie Geld quasi aus dem nichts geschaffen haben. Während ein anderer sein ganzes Geld verloren hat und Suizidgedanken hegt.

Hinzukommen irgendwelche Storys aus der Verwandschaft und dem Bekanntenkreis, wie irgend ein Onkel oder eine Tante ihr Erspartes an der Börse verloren haben. Weiterlesen

Wie verfolge ich das Ziel der Finanziellen Freiheit?

Die „Freiheitsmaschine“ schoss vor wenigen Monaten in das Blogger-Universum. Der Blogger lebt in den USA und hat seine finanzielle Freiheit bereits erreicht. Als Familienvater fragt er sich nun: Wie kann ich meinen Kindern ein paar Weisheiten im Leben mitgeben? Deswegen hat er in seinem Forum zu einem kleinen Contest aufgerufen: Seine Leser sollen darüber schreiben, wie sie aktuell das Ziel der Finanziellen Freiheit verfolgen. Netter Nebeneffekt: Seine Leser beschäftigen sich ebenfalls noch mal intensiver mit dem Thema und können dabei auch noch 100$ gewinnen.

Wieso ich finanziell frei werden will

Ich selbst habe ebenfalls vor Kurzem festgestellt, dass ich finanziell frei werden muss, da meine Generation kaum noch Rente zu erwarten hat. Das Eintrittsalter für die gesetzliche Rente liegt mittlerweile bei 67. Die Chancen stehen gut, dass das diese Grenze mal auf über 70 erhöht wird. Die jetzige Durchschnittsrente beträgt rund 786€ bei einem Verhältnis von 3:1 (Erwerbsfähige zu Rentner). Dieses wird sich auf grob 3:2 verringern. Sprich: Mit Glück gibt es dann eine Durchschnittsrente von 450€ (heutige Kaufkraft) pro Rentner. Ich möchte hingegen mit rund 60 in Rente gehen können bzw. schon vorher weniger arbeiten. Weiterlesen

Schadet die Gratis-Mentalität und der Sparwahn der Gesellschaft?

In unserer westlichen Gesellschaft lässt es sich auf hohem Standard günstig leben: Neuste Technik, gute medizinische Versorgung, keine Studiengebühren, günstige Urlaube, Sonderrabatte, kostenlose Beratung, kostenlose Reparaturen.. Bekommt man einmal etwas sehr günstig, möchte man beim nächsten Mal auch nicht mehr dafür zahlen. Heute möchte ich darüber schreiben, wieso ich den Sparwahn und die Gratis-Mentalität einerseits selbst habe, andererseits den Trend auch kritisch finde.

Sparwahn anhand meiner Ausgaben erklärt

In der Finanzszene trifft man sicherlich auf einige sparsame Kandidaten. Man optimiert seine Ausgaben so gut es geht (kein Auto, kündigen von Abos, Optimierung von Versicherungen, Stromwechsel) und nutzt Sonderangebote. Durch kleine Kniffs kann man sehr viel Geld sparen. Ich möchte ein paar Beispiele anhand meiner Ausgaben geben und an welchen Stellen ich mir denke: „Hier solltest du mehr/weniger Geld ausgeben..“ Weiterlesen

Welchen Wert hat eure Lebenszeit?

Viele verbinden mit ihrer geleisteten Arbeit einen gewissen Stundenlohn. Größere Ausgaben werden automatisch mit „Dafür muss ich X Stunden arbeiten“ bewertet. Aber sollte man seine Zeit wirklich nur anhand seines Stundenlohnes bewerten? Zu Beginn gehe ich deswegen auf die klassische Berechnung des netto-Stundenlohns ein, um anschließend dessen Grenzen bei der Zeitbewertung aufzuzeigen.

Wie berechnet sich mein Netto-Stundenlohn?

Am besten lässt sich der durchschnittliche Netto-Stundenlohn auf das ganze Jahr betrachtet berechnen. Die gängigste Formel ist:

Netto-Stundenlohn = Netto-Jahresgehalt : (Arbeitszeit+Fahrtzeit in Stunden pro Jahr). Weiterlesen

Wohnung kaufen zur Eigennutzung oder zur Miete wohnen? – Teil 3

Hier geht es zu Teil 1 & Teil 2.

In den ersten beiden Teilen habe ich bereits darüber berichtet, dass mich der Kauf einer Immobilie zur Vermietung irgendwie nicht umhaut. Aber überzeugt mich der Kauf einer Wohnung zumindest zur Eigennutzung? Bekannterweise ist der Kauf einer Immobilie eine „Lifestyle-Entscheidung“, weswegen ich an dieser Stelle nicht nur Zahlen alleine sprechen lassen möchte. Die Diskussion „Kaufen oder Mieten“ wird nie zu Ende gehen, deswegen nehme ich direkt vorweg:

Es gibt kein richtig oder falsch. Jeder muss selbst entscheiden, was zu seiner Lebenssituation passt.

Wir investieren nicht mal alle auf die gleiche Art, leben unterschiedlich.. Könnten genau so gut eine „Katzen- oder Hundefan?“, „Apfel oder Banane?“, „Einzelaktien oder ETFs?“ Diskussion eröffnen und würden zu keinem Ergebnis kommen. 😉

Hier geht es deswegen um meine persönliche Situation. Weiterlesen